Jeck trotz Regen
Mit Willi Baukhage auf dem Bonner Rosenmontagszug
200 Jahre Bonner Karneval – und kein bisschen wasserscheu.
Regen? Wind? Geschenkt. In Bonn scheint die Sonne im Herzen. Seit dem Mittag standen die Jecken in der Innenstadt Spalier – unter Regenschirmen wurde geschunkelt, gelacht und gefeiert. Die Musik spielte tapfer gegen die Böen an – und gewann. Mit rund 4.500 Karnevalisten zog der Jubiläumszug durch die Stadt.
Mit dabei: die Fußgruppe von Willi Baughage. Willi ist in Bonn längst eine Institution – bekannt für seine liebevoll gestalteten Handwagen, die Jahr für Jahr mit viel Herzblut durch den Rosenmontagszug rollen. Seine Wagen sind keine großen Prunkgefährte, sondern handgezogene Unikate. Sie stehen für Bodenständigkeit, Gemeinschaft und den ursprünglichen Karneval von nebenan. Kein Glamour, kein Motor – nur Muskelkraft, Kreativität und ganz viel jeckes Herz. Auch diesmal trotzten seine Leute tropfnass dem Wetter und zeigten: Wahre Freude braucht keinen Sonnenschein.
Nach Tagen im Dauereinsatz war der Rosenmontagszug dann auch endlich der emotionale Höhepunkt für Roland I. und Stefanie III., Freudentränen inklusive. Und selbst Oberbürgermeister Guido Déus wusste: Akten können warten. Heute regiert Konfetti. Als der Zug am Kaiser-Wilhelm-Ring ankam, war es längst dunkel. Doch Bonn leuchtete. Denn echte Jecke wissen: Das Wetter kommt von oben – die Stimmung von innen.
Es war sehr schön lieber Willi, das wir mit dabei sein durften!
