"Catching Memories"

Triptychon von Brigitte Schmitz Kirschbaum


Manchmal wachen wir auf und wissen noch, dass wir etwas geträumt haben – doch die Geschichte ist bereits verschwunden. Was bleibt, sind einzelne Bilder, Gefühle und kurze Momente. Erinnerungsfragmente, die auftauchen und wieder im Nebel verschwinden.


Genau dieses Gefühl steht im Zentrum des Triptychons „Catching Memories“.


Auch Erinnerungen an Momente, die viele Jahre zurückliegen, sind oft nur noch bruchstückhaft vorhanden: ein Ort, ein Gesicht, ein Licht, ein besonderer Augenblick. Dazwischen liegen Leerstellen. Je mehr man versucht, sich zu erinnern, desto deutlicher wird, dass sich das vollständige Bild nicht mehr zusammensetzen lässt.


Die neuronalen Strukturen und Nervenbahnen im Bild symbolisieren die Wege unseres Gedächtnisses. Sie verbinden einzelne Fragmente miteinander, ohne daraus eine vollständige Geschichte entstehen zu lassen. Die roten und goldenen Akzente wirken wie kurze Aufblitze – kleine, intensive Erinnerungen, die sich dem Vergessen widersetzen.


„Catching Memories“ beschreibt den Versuch, diese Fragmente einzufangen und wieder zu einer Geschichte zusammenzufügen.


Doch der Nebel lichtet sich nie vollständig.


Vielleicht liegt genau darin das Wesen von Erinnerung: Nicht alles bleibt – aber manchmal genügt ein einziger Moment, um das Vergessene wieder spürbar zu machen.